AUSBAUHAUS LICHTENBERG - Individuell gestalten und kostengünstig wohnen
Auszeichnung Award Deutscher Wohnungsbau 2019, Kategorie Neubau / German Design Award 2019 / Preisträger AIT-Architekten-Award 2018, Kategorie "Wohnmodelle der Zukunft" / Nominiert Shortlist DAM Preis 2019 / Nominiert Heinze Architekten-Award 2019
PROJEKTDATEN
Programm: Mehrfamilienhaus & Gewerbe
Ort: Spittastraße 45, 10317 Berlin-Lichtenberg
Größe: 5.700 m²
Wohneinheiten: 37
Leistungen: LP 1 – 8
Bauherren: Baugruppe AH Lichtenberg GbR
Konstruktion: Stahlbeton-Gerüst, Betonfertigteile und -halbfertigteile, Selbstausbau
Nachhaltigkeit: KfW 40, eigenes Blockheizkraftwerk
Projektteam: Karoline Hietzschold, Bernd Jäger, Jan Kertscher, Matthias Müller, Lucia Nogaledo Tous, Jorge Andujar Rodriguez
Projektpartner: Müller Rose Projektsteuerun, Steffen Janitz Ingenieure, Projekt Bau Kluge UG, Ingenieurbüro Lüttgens
PROJEKTBESCHREIBUNG
Wählbare Ausbaupakete oder Selbstausbau
Bei den „Ausbauhäusern“ wurde eine kostengünstige Konstruktionsform aus dem Gewerbebau gewählt, um freiüberspannte Einheiten zu schaffen, die unterschiedlich ausgebaut werden können. Durch diese Trennung konnten die Ausbaupakete „Minimal“, „Wohnung“ und „Selbstausbau“ angeboten werden, die unterschiedliche zeitliche und finanzielle Wünsche der Bewohner:innen berücksichtigen, ohne die Zeit- und Kostenplanung des Gesamtprojektes zu beeinflussen. Das erzeugt individuelle Freiheit und Teilhabe im engen Kostenrahmen.
Das Mehrfamilienhaus mit 33 Geschosswohnungen, 4 Maisonette-Wohnungen und 2 Gewerbeeinheiten wurde durch eine Baugruppe im Berliner Kaskelkiez zum Selbstkostenpreis errichtet. Der großzügige gemeinschaftliche Innenhof wird von der Baugruppe und dem benachbarten Sozialträger „Alte Schmiede“ als Aufenthalts- und Spielplatz sowie zum Abstellen von Fahrrädern genutzt.
Die Gebäudestruktur wurde im Rohbau als robustes „Regal“ konzipiert und zum großen Teil in Vorfertigung mit Spannbetondecken und Wänden aus Betonhalbfertigteilen errichtet. Nicht nur der Vorfertigungsgrad, sondern vor allem die Trennung in Phasen mit wenig Mitbestimmung im Rohbau und viel Mitbestimmung beim Ausbau ermöglichte die Reduzierung der Planungs- und Bauzeit um ca. 12 Monate gegenüber vergleichbaren Projekten.
Durch die Befreiung des Grundrisses von der Tragstruktur und die flexible Lochfassade sind vielfältigste Grundrissvarianten möglich, ohne in die Gesamtstruktur des Hauses eingreifen zu müssen. Ein hochflexibler Ausbau mit jeglichem Grundriss bleibt möglich, weil es keine tragenden Wände innerhalb der Wohnungen gibt. Alle Einheiten zeichnen sich durch eine lichte Raumhöhe von 3 Metern aus. Jede Wohnung ist mit einer großzügigen Süd-Loggia mit Low-Tec-Sonnenschutzvorhang ausgestattet, welche den Wohnraum in den Außenraum erweitert. Das Ausbauhaus bietet eine Grundstruktur, die für Veränderungen und somit für eine aktive Inbesitznahme durch seine Nutzer:innen offen bleibt.
* AUSZEICHNUNG BEIM AWARD DEUTSCHER WOHNUNGSBAU 2019, KATEGORIE NEUBAU
* PREISTRÄGER GERMAN DESIGN AWARD 2019, KATEGORIE "ARCHITECTURE - EXCELLENT COMMUNICATIONS DESIGN"
* PREISTRÄGER AIT-ARCHITEKTEN-AWARD 2018 IN DER KATEGORIE "WOHNMODELLE DER ZUKUNFT"
* NOMINIERT FÜR DIE SHORTLIST DES DAM PREISES 2019
* NOMINIERT FÜR DEN HEINZE ARCHITEKTEN-AWARD 2019
Projekt Standort
Kernhofer Straße 19
10317 Berlin
Deutschland

