Macht. Stadt. Planung.
Ansätze und Erfahrungen einer kritischen Planungstheorie in der Praxis
Laut Michael verändert sich Berlin momentan stark und „ist auf dem Weg, nicht mehr die Stadt der unbegrenzten Freiräume zu sein.“ In dem Zeitraum zwischen Mitte der 90er Jahre und 2005 befand sich die Stadtentwicklung in einer Art Lernprozess im Umgang mit kleineren Initiativen. Besonders in den letzten vier bis fünf Jahren werden jedoch mit den Investor_innen, die nach Berlin kommen, immer mehr Freiräume in der Innenstadt zugebaut, die Mieten steigen, und zumindest die Innenstadt, befindet sich im Prozess der Gentrifizierung. Michael kritisiert, dass die Stadtentwicklungspolitik diesen Entwicklungen hinterherläuft und ihre Strategien zu langsam ändert. Sein zweiter Hauptkritikpunkt ist, dass die Stadtentwicklung neoliberal, unsozial und investorenfreundlich ist und Berlin auf dem Weltmarkt in eine Konkurrenz mit anderen Städten bringt. Anstatt gegen Gentrifizierung anzukämpfen, wird sie von der offiziellen Stadtentwicklung sogar noch forciert. Allerdings weist Michael auch auf einige positive Beispiele hin, die schrittweise Änderungen zugunsten einer sozialeren Stadtentwicklungspolitik darstellen, zum Beispiel eine veränderte Liegenschaftspolitik. Zum Weiterlesen bitte das pdf-Dokument anklicken.